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Der westliche Körper mit den Blutgruppen A, B, AB und O

Nahrungsergänzungsmittel

Körperbau, Skelett, Knochen & Gelenke

Blut & Blutgruppe


Blutgruppe O

Die Blutgruppe 0 ist die älteste Blutgruppe, die man kennt. Vor 40 000-50 000 Jahren, als die ersten Menschen die Erde bevölkerten gab es nur die Blutgruppe 0. Zu dieser Gruppe gehörten die Neandertaler und später die Cro-Magnon Menschen. Ihr Ursprung ist in Afrika, aber auf ihrer immerwährenden Suche nach Nahrungsmittel, welches hauptsächlich aus Fleisch bestand, kamen sie bis nach Europa und Asien. 20 000 v. Chr. traf man sie überall in diesen Regionen an.

Wie schon erwähnt war ihr Hauptnahrungsmittel Fleisch, aber auch  Nüsse, Beeren, Wurzeln und Fisch stand auf ihrem Speiseplan. Durch die starke Zunahme der Bevölkerung wurde es immer schwieriger für sie, genügend Nahrungsmittel zu beschaffen und so waren sie immer noch mehr gezwungen, aus ihrer gewohnten Umgebung in unbekannte Gefilde aufzubrechen. Dadurch nahmen auch die Kämpfe zwischen den vereinzelten Stämmen zu.

Die Blutgruppe 0 besitzt weder das Antigen A noch das Antigen B auf seinen Blutkörperchen. In der Vergangenheit wurde    es als das Universalblut angesehen, das man jedem spenden konnte. Durch ein besseres Verständnis der Immunreaktionen bei Gabe von unpassendem Spenderblut geht man heute jedoch davon aus, das die Blutgruppe 0 nicht mehr unbedingt als universelles Spenderblut angesehen werden kann und man kann es in keinem Fall immer als Spenderblut verwenden.

 

Nahrungsergänzungsmittel für die Blutgruppen O

Vitamin B
je nach Ernährung kann eine Ergänzung mit B12  und Folsäure sinnvoll sein. Ist man nicht sicher, ob man auch genügend der anderen B-Vitamine zu sich nimmt, ist ein B-Komplex zu empfehlen. Dieser enthält zusätzlich die Vitamine B1, B2, B3, B6, Biotin, Cholin, Inositol und PABA

Vitamin K
Menschen mit Blutgruppe 0 neigen zu niedrigen Vitamin K Spiegeln (erhöhte Blutungsneigung). Man sollte deshalb  auf ausreichende Zufuhr vor allem über die Nahrung achten. Vitamin K findet sich normalerweise in Gemüse (Grünkohl, Spinat), aber auch in Milch und Joghurt. Nimmt man diese Lebensmittel nicht ausreichend zu sich, kann eine Supplementierung mit Vitamin K sinnvoll sein.

Calcium
Menschen mit der Blutgruppe 0 sollten ihre Ernährung mit Calcium ergänzen, wenn Sie wenig Milchprodukte zu sich nehmen. Zu achten ist vor allem auf eine gut absorbierbare Form des Calciums, z.B. als Citrat, Orotat.

Jod
Wenn Sie keinen Fisch essen, sollten Sie daran denken , Jod in Form von Algen (z.B. Kelp) zu sich zu nehmen. Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen zu den Jodmangelgebieten, weshalb man auch dazu überging, Speisesalz zu jodieren. Dieses jodierte Speisesalz ist jedoch aus gesundheitlicher Sicht nicht empfehlenswert und sollte deshalb nicht verwendet werden. Jod aus natürlichen Quellen sollte vorgezogen werden.

L-Thyrosin
wird für Menschen empfohlen, die unter großem  Stress leiden, die Einnahme der Aminosäure L-Thyrosin. Thyrosin kann die Folgen von Stress und Müdigkeit verringern und verbessert die Dopamin Konzentration im Gehirn.

Probiotische Bakterien
Die Neigung der Blutgruppe A zu Magengeschwüren, kann mit probiotische Bakterien sinnvoll begegnet werden. Eine zusätzliche Einnahme probiotische Bakterien ist deshalb sehr zu empfehlen. Menschen mit  Blutgruppe 0 neigen häufig auch zu Candida Infektionen. Der Aufbau einer gesunden Darmflora mit darmfreundlichen Bakterien kann dem entgegenwirken.   Eine gesunde Darmflora ist außerdem die Voraussetzung für ein gesundes Abwehrsystem. Nicht umsonst sagt man ja auch   im Volksmund "der Tod sitzt im Darm".

Alpha-Linon Säure
Zum Ausgleich von Stress-Symptomen eignet sich Alpha-Linon Säure. Sie ist wichtig im Catelochamin Stoffwechsel und  damit für Blutgruppe 0 sehr sinnvoll. Es gilt als Hauptnährstoff im Kampf gegen freie Radikale und hat sich auch als Mittel bei vorzeitiger Alterung und zur Behandlung von hohen Blutzuckerspiegeln und Neuropathien bei Diabetikern als sinnvoll erwiesen.

Kamille / Baldrianwurzel
wirken beruhigend und können bei Menschen mit Blutgruppe 0 bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden sowie Schlafstörungen eingesetzt werden.
 


Blutgruppe A

Irgendwann zwischen 25 000-15 000 v. Chr. kam es zur Entwicklung der Blutgruppe A. Diese Zeitspanne nannte man "new Stone Age" oder auch Neolithische Periode. Zu dieser Zeit begannen die Menschen erstmals, Getreide anzubauen und Tiere zu domestizieren. Die Jagd war nicht mehr ihre primäre Nahrungsbeschaffungsmethode. Der Anbau brachte es auch mit sich, über einen längeren Zeitraum an einem Ort zu verweilen und führte dadurch zur Bildung von Ansiedlungen und Ortschaften.

Die Menschen ernährten sich jetzt hauptsächlich von Getreide und durch diesen Wechsel in ihren Ernährungsgewohnheiten veränderte sich auch ihr Verdauungstrakt und das Immunsystem, um  die neue Nahrung besser zu tolerieren und absorbieren zu können. Dieser Wechsel vollzog sich in sehr rascher Zeit.

Der Grund für diesen schnellen Wechsel ist vermutlich darin zu sehen, dass ein schneller Wechsel die Überlebensrate deutlich anhob. Denn durch das neue Zusammenleben der Menschen kam es auch zu mehr infektiösen Krankheiten und die Blutgruppe A ist viel resistenter als Blutgruppe 0 gegen bakterielle und virale Krankheiten.

Vom mittleren Osten über das südwestliche Asien (heutiger Iran) kam die Blutgruppe A bis ins westliche Europa. Man sieht dies auch daran, dass je weiter man in Europa nach Westen geht, desto weniger die Blutgruppe A vorkommt.

 

Nahrungsergänzungen für die Blutgruppe A

Vitamin B
A-Typen sollten auf Vitamin B12-Mangel achtgeben.  Nach Forschung von Ärzten, haben Menschen mit Blutgruppe A einen niedrigen Spiegel des Intrinsic Faktors, der für die Aufnahme von Vitamin B 12 notwendig ist. Eine Supplementierung mit Vitamin B 12 ist daher sinnvoll. Bei Tendenz zu Anämie empfiehlt er zusätzlich Folsäure.

Vitamin C
Aufgrund der geringen Magensäure bei Typ A , können nach Forschung von Ärzten, diese Personen von zusätzlichem   Vitamin C profitieren. Er empfiehlt keine zu großen Gaben auf einmal, d.h. max. 250 mg ca. 2-4 x täglich. Am besten ist Vitamin C aus natürlichen Quellen geeignet.

Vitamin E
Vitamin E aus pflanzlichen Quellen ist am besten geeignet, um einen positiven Effekt zu erzielen. Es gilt als das Anti-Aging Vitamin überhaupt. Einen therapeutischen Effekt erzielt man am besten mit Gaben über 200mg täglich.

Calcium
Ab mittlerem Lebensalter ist eine geringe Menge zusätzlichen Calciums anzuraten. Im Aallgemeinen vertragen A-Typen Calciumgluconat oder Calciumcitrat und Calciumlactat sehr gut.

Eisen Die besten eisenreichen Nahrungsmittel für den A-Typ sind: Vollkorngetreide, Bohnen, Feigen, Melasse.

Selen
Selen ist Bestandteil eines Enzym, das für die Zellentgiftung notwendig ist. Ohne Selen können Giftstoffe aus den Zellen nicht mehr abtransportiert werden.

Betaine HCL

Menschen mit Blutgruppe A neigen zu einer schwachen Magensäure. Dies kann zu Verdauungsschwierigkeiten, insbesondere von Eiweiß führen. Eine Supplementierung mit Betain HCL ist hier sinnvoll, um mangelnde Magensäure auszugleichen.

Weißdorn
Weißdorn wirkt positiv auf das Herz–Kreislauf-System,  steigert die Elastizität der Arterien und stärkt das Herz, wobei er gleichzeitig den Blutdruck senkt und sich positiv auf Arteriosklerose auswirkt.

Sonnenhut (Echinacea)
Weil das Immunsystem des Menschen mit der Blutgruppe A zur Anfälligkeit von Infektionen neigt, können milde Kräuter helfen, Erkältungen oder Schnupfen abzuwehren. Mit Echinacea kann die Vermehrung der weißen Blutkörperchen angeregt werden und das Immunsystem geschützt werden.

Kamille und Baldrianwurzel
Beruhigungsmittel auf der Basis von Kräutertees sind für den A-Typ eine echte Hilfe im Umgang mit Hektik und Stress.

Bromelain
Wenn sie unter Blähungen oder anderen Anzeichen für eine schlechte Eiweißresorption leiden, können Sie dieses Enzym einsetzen. Es hilft dem Verdauungstrakt des A-Typs, Proteine besser zu absorbieren


Blutgruppe B

Blutgruppe B - das Blut der Inder

Anatomy of India english Version


Blutgruppe AB

Menschen mit Blutgruppe AB sind sehr selten. Nur etwa 4% der Bevölkerung hat diese Blutgruppe. Die ersten Menschen mit Blutgruppe AB findet man etwa ab 900 A. D., als Horden von Einwanderer über Europa einfielen und sich mit der westlichen Bevölkerung vermischten. Und obwohl schon damals auch die Blutgruppe B im westlichen Europa auftrat, schien es jedoch so, dass bis zu diesem Zeitpunkt es nicht zu einer Vermischung der Rassen kam.

Das Immunsystem von Menschen mit Blutgruppe AB ist sehr viel weiter entwickelt als jenes von den Blutgruppen A und B. Das Immunsystem von AB ist besser in der Lage, Antikörper gegen Bakterien und Mikroben und den damit einhergehenden Krankheiten zu entwickeln. Das sie keine Anti-A und Anti-B Antikörper besitzen, ist auch das Risiko einer Autoimmunerkrankung geringer. Auf der anderen Seite jedoch  haben AB's ein höheres Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, da durch das Fehlen der A und B Antikörper, alles , was eine ähnliche Struktur wie ein A  oder B Antigen hat, als Selbst angesehen wird und damit nicht vom Immunsystem angegriffen wird.

 

Nahrungsergänzungen für die Blutgruppe AB

Vitamin C
hilfreich bei geringer Magensäure, zu der Menschen mit Blutgruppe AB oft neigen. Ein Problem für Blutgruppe AB stellt oft   das Nitrit dar, welches man in gepökeltem Fleisch findet und sich bei Rauchern bildet. Menschen mit AB scheinen hier besonders anfällig zu sein. Vitamin C kann dies jedoch neutralisieren.

Zink
verbessert das Immunsystem und ist Bestandteil vieler Enzyme im Körper. Es ist wesentlich für die Funktion des Insulins verantwortlich und sollte gerade bei Diabetikern ausreichend substituiert werden. Zinkmangel kann bei Männern auch zu Unfruchtbarkeit führen.

Selen
ebenfalls gut für das Abwehrsystem und die Zellabwehr. Es ist Bestandteil des Zellentgiftungssystems. Ohne Selen ist die Zelle nicht in der Lage, Schadstoffe oder Schlacken abzutransportieren. Dies kann auf Dauer zu Veränderungen an der Erbsubstanz der Zelle führen.

Bromelain
Wenn Sie Blutgruppe AB haben und unter Blähungen oder anderen Hinweisen für eine schlechte Eiweiß-Resorption leiden, sollten Sie ein Bromelainpräparat einnehmen

 


Der Rhesusfaktor

Das Rhesus System ist das wichtigste Blutgruppensystem nach dem AB0 System. Es wurde 1940 von Landsteiner und Weiner entdeckt. Das Rhesussystem unterscheidet zwischen Rhesus positiv und Rhesus negativ. Rh+ bedeutet, dass auf den Blutzellen ein bestimmtes Antigen vorkommt, Personen, die dieses Antigen nicht besitzen sind demnach RH-. Zum Rhesus-System gehören mehrere Antigene, sogenannte Rhesusfaktoren (Rh-Faktoren), die auf den Erythrozyten vorkommen. Am bekanntesten sind die Rhesusfaktoren C, D, E und c, d, e. Der Rhesusfaktor D besitzt das stärkste Antigene Potential.

 

Rhesus-Blutgruppe

 
Menschen sind Bevölkerung in Prozent
 mit Rhesus-Antigen D rhesuspositiv 

etwa 85,5 %

  ohne Rhesus-Antigen D

rhesusnegativ

etwa 14,5 %

Das Rhesus System ist vor allem für Frauen in der Schwangerschaft bedeutsam. Wenn die Mutter Rh- ist und das heranwachsende Kind RH+, dann besteht eine Gefahr, dass während der Geburt oder der letzten Schwangerschaftswochen, Blut des Fötus in den Kreislauf der Mutter eindringt und dort eine Immunreaktion auslöst, welche für den Fötus lebensbedrohlich ist. Normalerweise ist das kindliche und mütterliche Blut durch die Plazenta getrennt, aber die Gefahr eines Übertritts ist immer gegeben.

Was geschieht nun genau? Das Blut des Fötus gerät in den Kreislauf der Mutter und das Immunsystem sieht die Zellen als fremd an. Daraufhin werden von der Mutter Antikörper produziert, die sich gegen die Blutzellen des Kindes richten. Die Antikörper müssen also erst produziert werden und sind so klein, dass sie die Plazentaschranke überwinden können.. Hat die Mutter jedoch eine andere Blutgruppe als das Kind, werden die eventuell übertretenden Blutzellen von bereits existierenden Antikörpern zerstört, und diese Antikörper sind zu gross für die Plazentaschranke und können somit nicht in den Blutkreislauf des Kindes eindringen.

Die Gefahr einer Reaktion wird mit jeder Schwangerschaft grösser, da die Menge der produzierten Antikörper immer höher wird.

Haben die Eltern des Kindes verschiedene Blutgruppen, besteht übrigens keine Gefahr.

Man kann die Reaktion (im Fachjargon auch Hämolyse genannt) verhindern, indem man der Mutter anti-RH Antikörper verabreicht, die eventuell übertretende Blutzellen sofort zerstören können, die aber keine Immunreaktion auslösen.


Das AB0 Blutgruppensystem kann Hinweise über eine mögliche Vaterschaft geben. Die Aussagen sind jedoch     nur sehr begrenzt nutzbar, da 85% der Bevölkerung die Blutgruppen 0 und A haben und es nur 4 Blutgruppen   gibt. Für einen genauen Nachweis ist eine DNA Analyse notwendig

 

Blutgruppe der Eltern

 

Mögliche Blutgruppe des Kindes

 

A und A

 

A und O

 

A und B

 

A, B, AB, O

 

A und AB

 

A, B, und AB

 

A und O

 

A und O

 

B und B

 

B und O

 

B und AB

 

A, B, und AB

 

B und O

 

B und O

 

AB und AB

 

A, B, und AB

 

AB und O

 

A und B

 

O und O

 

O

 

Zusammenfassung: Die Oberflächenmerkmale der einzelnen Blutgruppen wirken als Antigene und sind somit in der Lage, eine Immunreaktion auszulösen:
 

Immunreaktionen

Menschen mit der Blutgruppe

Antikörper

0

Anti-A, Anti-B

B

Anti-A

A

Anti-B

AB

keine -Antikörper

 

Was ist eine Transfusionsreaktion?

Die im Blut befindlichen Antikörper reagieren sehr heftig mit fremden roten Blutkörperchen, wenn diese einer falschen Blutgruppe angehören. Erhält beispielsweise ein Mensch der Blutgruppe A bei einer Transfusion ein Blutpräparat mit roten Blutkörperchen der Blutgruppe B, kommt es zu einer sehr heftigen körperlichen Reaktion. Diese Reaktion kann zu einem schweren Schock und sogar zum Tod führen.

Dagegen können Menschen mit der Blutgruppe A, der Blutgruppe B und der Blutgruppe AB auch rote Blutkörperchen der Blutgruppe 0 erhalten, da ihre eigenen Antikörper auf den roten Blutkörperchen der Blutgruppe 0 keine Zuckermoleküle  finden. Eine Reaktion bleibt dann also aus.

Menschen mit der Blutgruppe AB können auch rote Blutkörperchen der Blutgruppe A, der Blutgruppe B und der Blutgruppe 0 erhalten, ohne eine Transfusionsreaktion zu zeigen, da sie wiederum in ihrem Blut keine Antikörper gegen die jeweiligen Zuckermoleküle besitzen.
 

Wie können Transfusionsreaktionen vermieden werden?

Vor der Transfusion wird die Blutgruppe des Empfängers bestimmt und eine Verträglichkeitsprobe, die so genannte Kreuzprobe, zwischen Empfänger- und Spenderblut durchgeführt. Grundsätzlich erhält ein Transfusions-Patient rote Blutkörperchen der eigenen Blutgruppe.

Bei Versorgungsengpässen kann sich der Mediziner auch für eine Transfusion verträglicher Blutgruppen entscheiden. Bei diesen miteinander verträglichen Blutgruppen können wegen der Antigen-Antikörper-Konstellation keine Transfusionsreaktion folgen:

 

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