Das Kasten System in Indien gibt
es schon über 3500 Jahre
Das Kasten System in Indien wird
meist missverstanden und falsch interpretiert
Das Kasten System oder das Varna - Ashrama ist
eines von den am meisten falsch interpretierten, missverstandenen, fehl
angewendeten und die verleumdeten Aspekte des Hinduismus. Wenn man die
Wahrheit verstehen möchte, muss der ursprüngliche Zweck und Historischer
Hintergrund der hinter dem Kasten System steht bis zum Altertum zurück verfolgt
werden. Die Entwicklung des Kasten Systems muss studiert werden. Das KS sollte
das Rückgrad des hinduistischen Sozialauftrages sein, es hat keine Sanktion im
Vedas. Die alte Kultur von Indien basierte nach einem System der
Sozialdiversifikation entsprechend GEISTIGER Entwicklung, die nicht durch
Geburt, aber durch sein Karma gekennzeichnet wird. Dieses System wurde erblich
und übermäßig degeneriert, der Kurs vieler Jahrhunderte resultierender, und
durch Ausnutzung von einigen Priestern und anderen sozioökonomischen Elementen
der Gesellschaft geprägt. (Um die Historischen Daten alle richtig zusammen zu
tragen dauert es bestimmt eine Weile. Wenn einige Historische Daten nicht
korrekt sind so bitte ich mir das mitzuteilen, indem ihr mir den Link mit den zu
korrigierten Angaben mitteilt. Ich werde mich bemühen diese so schnell als
möglich zu überprüfen und in meinem Artikel korrigieren.
DAS KASTEN SYSTEM in
Indien ist schon mehr als 3500 Jahre alt
Ein weiterer Teil des Hinduismus ist das Kastenwesen. Die Bedeutung des
Kasten Systems in Bezug auf indische Filme ist wichtig, weil viele Werke der
indischen Filmgeschichte sich bis heute mit diesem Thema auseinandersetzen. Das
zeigt vor allem Stoff „Devdas“, der zwischen 1928 und 2002 immer wieder
verfilmt wurde und der Liebesgeschichte eines Paares handelt, das aufgrund des
Kastengebots nicht zusammen leben darf.
Die Wurzeln des
Kastenwesens lassen sich bis ins zweite vorchristliche Jahrtausend
zurückverfolgen. Etwa 2000 bis 1500 v. Chr.
tauchten die ersten Aryer
(Arier, die Edlen die Meister auf ihren Pferden waren) auf und wanderten in mehreren Invasionswellen über den
Hindukontinent ein. Dort unterwarfen und verdrängten sie einheimische
Drawiden sowie Dasas (Indonegride).
Die
Aryer (so nannte sie sich selbst) waren
halbwilde berittene Nomaden die Rinder züchteten, und kamen ursprünglich aus Zentralasien. Ihr
frühes Eindringen kann man als das folgen schwerste Ereignis der indischen
Geschichte betrachten, denn es hat die weitere Entwicklung Indiens bis heute
bestimmt und kulturell geprägt.
Die Gesellschaft dieser
Siegerstämme war schon vor der Invasion in „Kategorien“ unterteilt: in
Brahmanen (Priester), Kshatra (Kriegsadel) sowie
Vish (die gewöhnlichen Stammesangehörigen), die Viehzucht und Ackerbau
betrieben. In Versammlungen wurde die Macht des Sabha (König)
kontrolliert. Zunächst nahmen die adligen Krieger den höchsten Rang ein.
Doch bald kam es zum Streit
zwischen Adel und Priestern, bei dem sich letztendlich die Brahmanen
durchsetzten. Die Aryer besiegten wegen ihrer Reitkünste die
Drawiden. Aufgrund
ihrer helleren Hautfarbe
betrachteten sie sich selbst, als die nobleren und privilegierten, es Erfolgte
die Einteilung nach Varna. (Farbe). Erst die Portugiesen führten, als sie im 16.
Jahrhundert nach Indien kamen, den geläufigen Begriff castas
(Clan, Familie) ein, als sie bemerkten, dass die indische Gesellschaft in
zahlreiche Gruppen aufgesplittert war.
Mit
fortschreitender Arbeitsteilung entwickelte sich das Kastenwesen.
Anfangs bezeichneten die Kasten unterschiedliche Berufsgruppen, zwischen denen
man wechseln konnte. Später wurde Kastenzugehörigkeit nicht nur erblich, es
wurde von jedem als sein persönliches Karma betrachtet. Die Kastenhöheren
wollten die niederen Stände vom Landbesitz ausschließen, um sich ihrer
Arbeitskraft bemächtigen zu können.
Erst allmählich bildete sich das klassische, gegenwärtig bekannte Kasten System
mit seinen
vier Hauptkasten heraus:
Als Oberste standen die
1.-Brahmanen (Priester und Gelehrte), gefolgt von den 2.-Kshatriyas (Krieger), den 3.-Vaishyas (Händler und Bauern) und als Unterste Kategorie
die 4.-Shudras (Arbeiter und Untertanen). Die Brahmanen begründeten diese
Einteilung der Menschenklassen mit dem Mythos von der Opferung des Urriesen
Purusa, der in der Rigveda der ältesten Sammlung der Veden, begründet
liegt:
„Zum Brahmanen ist sein
Mund geworden, die Arme zum Krieger sind sie gemacht, der Händler aus Schenkeln, aus
den Füßen der Knecht damals ward hervorgebracht…“
In diesem Text findet sich noch nicht die scharfe Abgrenzung zwischen den
Kasten, die eine Heirat verschiedener Kastenangehörige und seine Kastenwechsel
ausschließt. Die Gesellschaft wurde
in vier Hauptkategorien entsprechend der Beruf aufgeteilt: Yadavs und biswas
sind keine shudra, sie sind zu verschieden um sie zu
regognised gerade durch Ihren Namen "sir" Yadavs gehörten zu den Landwirten die
Ihren Unterhalt mit Kühe und Milchprodukten schwer verdienen mussten, wie Butter
& Büffelbutter und Milchprodukte.
Ab etwa 800 v. Chr. spielte der Opferkult eine immer stärkere Rolle in
der Religionsausübung. Wo früher noch Opfer in Häusern und Opferstätten
stattfanden, begannen die Brahmanen mit dem Tempelbau und komplexen,
undurchschaubaren Riten, um ihre Vorrangstellung immer weiter aufzubauen. Man
ging sogar so weit zu glauben, dass nur die Priester und ihre Opferhandlungen
die Gunst der Götter beeinflussen konnten. In dieser Zeit entstanden die
Gesetzestexte von Manu (manusmrti). Die Brahmanen bekämpften die
Kastenmischung und hielten sie für den Ursprung allen Übels. Deshalb verfassten
sie das Gesetzbuch des Manu, eine Offenbarung einer göttlichen Wesenheit, die
der Stammvater der Menschheit sein soll.
Dieses Gesetzbuch wurde zum
Fundament für die gesellschaftliche und religiöse Welt der Hindus, das erste und
wichtigste Werk der nach verdischen Überlieferung (smrti).
Erstaunlicherweise setzt sich das Gesetzbuch Manus mit seinem
Kastenrigorismus erst, ab dem so genannten indischen Mittelalter 400 v. Chr.
durch.
Laut diesem Gesetzbuch wird Heirat ebenso vorherbestimmt wie Berufswahl
und Sozialprestige des Individuums. Ganz im Zentrum steht dabei die Vorstellung
der rituellen Reinheit. Unrein macht jetzt schon die körperliche Berührung mit
niederen Kasten, noch mehr gemeinsames Essen und erst recht Sexualverkehr.
Jegliche Unreinheit zwingt, sofern überhaupt möglich, zur angemessenen
Reinigung. Um die Reinheit der einzelnen Kasten zu erhalten, haben die Brahmanen
unzählige Vorschriften entwickelt: Gebote, Verbote, Reinigungsriten,
Exkommunikation.
Der Ursprung der Klassengesellschaft lag in der Sorge der Aryer, sich mit
dem dunklen Ureinwohner zu vermischen. Der Dunkelhäutige sollte isoliert und
dienstbar gemacht werden. Es entstand die Gruppe der so genannten
Kastenlosen, der Unberührbaren und Ausgestoßenen, dalits oder
harijan (Kinder Gottes, wie Gandhi sie nannte). Nach Manu sollten ihr
Besitz Hund Esel sein, ihre Kleider die Gewänder der Toten.
Bemerkenswert ist, dass selbst unter den Unberührbaren diese Struktur von
Hierarchien fortgesetzt wurde, d.h. auch Harijans unterscheiden nochmals
zwischen Unberührbaren und Unberührbarsten, abhängig vom Wohnort und vom Umgang
mit bestimmten Materialien. Der Unberührbare darf noch die Straße fegen,
wohingegen der Unberührbarste für Beseitigung von Abfall, Kadavern und
Exkrementen zuständig ist.
(Für diese Menschen ist die Monsoom Zeit die
schlimmste Zeit - da alles hoch geschwemmt wird, und sie keine Chance haben sich
vor den Gerüchen der Exkrementen zu schützen.)
Noch heute hegen Inder einen ausgeprägten Hautfarbenkomplex: Personen mit
dunkler Hautfarbe haben weniger Chancen auf dem Heiratsmarkt oder sie werden
mitleidig belächelt. Hautcremes, die den Teint europäisch hell bleichen,
erfreuen sich bei indischen Frauen großer Beliebtheit. Das Leben in heutiger
Hindugesellschaft, vor allem das auf dem Land, ist stärker reglementiert, als es
etwa vor 2000 Jahren der Fall war.
Im Laufe der Generation bildeten sich die jati (Unterkasten), die
so genannten Berufs-/ Interessengruppen, von denen es ca. 30.000 gibt. Die
genaue Zahl ist kaum feststellbar, da stetig neue gebildet werden, andere
hingegen aussterben. Diese Unterkasten sind von Region zu Region wiederum
nochmals unterteilt. Selbst viele Inder sind nicht mehr in der Lage, das
komplizierte Hierarchiesystem der Kasten zu durchblicken. Das Kastensystem lässt
sich nicht durch einen Religionswechsel aufheben. Es gibt trotz der
Konvertierung zum Christentum immer noch Brahmanen- Christen und Shudra-
Christen, die untereinander nicht heiraten würden, selbst indische Muslime haben
eine Art Kastensystem beibehalten.
Die genaue Kastenzugehörigkeit ist einem Inder normalerweise nicht anzusehen.
Man erkennt die Zugehörigkeit zu Kaste und Religion meist am Nachnamen,
Herr Biswas z.B. wäre ein
bengalischer Shudra,
Frau Chatterjee eine
bengalische Brahmanin,
Herr Gandhi ein Vaishja aus
Gujarat und
Herr Nehru ein Brahmane aus
dem Kashmir.
Es gibt auch Familiennamen, die Kastengrenzen überschreiten und deren Träger
nicht unbedingt eingeordnet werden können, wie ein Herr Patel, Desai oder Malik,
oder eine Frau Metha oder Chaudhuri.
Viele Nordinder, die in
Thailand oder anderen asiatischen Länder leben, haben ein clevere Lösung
gefunden, ihren niederen Kastenstatus zu verschleiern. Sie haben kurzerhand ihre
Namen geändert, d.h. vorher hießen sie Yadav (Mitglieder der Shudra- Kaste) und
jetzt heißen sie Dudey oder Pandey, Name eines Brahmanen. Auch in den
Hindifilmen spielen die Namen der Helden oder Heldinnen für die indischen
Zuschauer eine wichtige Rolle. Sie geben ihnen Informationen über sozialen
Status und Religionszugehörigkeit. Beispielsweise weist der Vorname Amar auf
einen Hindu hin, Akbar auf einen Moslem und Anthony auf einen Christen. Sharma
beispielsweise weist auf den Status eines Brahmanen hin, Khan auf einen Moslem
und Singh auf einen Sikh.
Offiziell wurde 1947 mit der Unabhängigkeit Indiens ein Kastenverbot
ausgesprochen, d.h. die Gleichheit aller indischen Bürger wurde gesetzlich
verankert. Jeder Bürger soll prinzipiell freien Zugang zu aller
gesellschaftlichen Institution haben. Quotenregelungen sollen den Kastenlosen
seit dem ebenfalls den Zugang zu staatlichen Arbeitsplätzen garantieren.
In den heutigen Städten Indiens, in die immer mehr Menschen strömen, verwischen
sich zunehmend die Kastengrenzen wegen des engeren Kontakts in der Arbeitswelt.
Besitz, Einkommen und Ausbildung entscheiden immer mehr über Einordnung und
Bewertung des Einzelnen. Das Ansehen kann sich immer weniger auf rituelle
Privilegien und den angeborenen Status berufen; es muss vielmehr in einem
konkurrierenden Besitz- und Leistungssystem erworben werden.
Durch
Arbeitslosigkeit verändern sich die sozialen Verhältnisse
Heute kann eine Brahmane in Armut
leben oder als Koch, Wäscher oder Fremdenführer seinen Unterhalt verdienen,
während Mitglieder unterer Kasten wie die Vaishyas (Kaufleute/ Händler) im
Allgemeinen wirtschaftlich am besten situiert sind. Ein Angehöriger der Dhobis
(Kaste der Wäscher) kann dagegen im Börsen- oder Immobiliengeschäft Erfolg
haben.
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