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BUCHMESSE 2006
Karan Johar stellt seinen neuesten
Film "Kabhi Alvida Naa Kehna" vor
Fotos vom 07.10.2006
während der Presse Konferenz
- Autogrammstunde - und die Freigabe auf der Buchmesse standen unter der Farbe
BLAU


Allgemeine Fragen wurden zu dem Film KANK gestellt keine Neuen
Deutschland ist eben etwas konservativer eingestellt, und wird sich erst
an den Trubel Bollywood und seine Filme gewöhnen müssen.

Das ZDF nach der Pressekonferenz um 14:00 - 15:00 Uhr



KARAN JOHARS AUTOGRAMMSTUNDE -VON DEM VERANSTALTER RAPID EYE MOVIE organisiert
Karan
Johar Autogrammstunde in der Ecke von Rapid Eye Movie
6 Sicherheitsbeamte versuchten umsonst in dem Gedränge ein wenig Ordnung
hineinzubringen 1500 Menschen waren extra wegen Karan Johar zur Buchmesse
erschienen.
Autogrammstunde war um 16:15 - 17:15 Uhr in der Kinohalle Messegelände

Jeder wartet gespannt auf die Öffnung
der Kinotür
Das Kino fast nur die Hälfte der
Zuschauer die sich für den Film KANK angestellt haben!
Der letzte Tag der Buch Messe
08.10.2006 - Javed Akhtar und Karan Johar sind beide aus geschäftlichen Gründen
am Sonntag Morgen wieder nach Mumbai abgereist. So warteten eine Menge Freunde
und Fans umsonst im Film Museum, Schaumainkai 41 in Frankfurt. Selbst der dort
gezeigte Film KANK war eine billige Kopie. Der Film KANK der am Vortag auf der
Buchmesse gezeigt wurde war länger und hatte bessere Ton- und Bildqualität.
Die Gespräche die ich mit
Moderatoren und Journalisten geführt hatte, waren sehr interessant.
Es folgen Videoclip von
der Freischaltung in Hamburg und Frankfurt, und ein Ausführliches Interview mit
Karan Johar
Karan Johars Release in HH & FFM
2006 Filmgalerie
Videos von der FREISCHALTUNG in Hamburg und in Frankfurt
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Interview während der Presse Konferenz - Buchmesse Frankfurt - 07 - 10 - 2006
Auf der Frankfurter Buchmesse die vom 04.-08.10.2006 stattfand, war dieses Jahr
das besondere Honour of Guestland Indien vertreten. Über 50 Schriftsteller und
Autoren stellten ihre Werke rund um Indien vor. Darunter war als Urdu Poet
der
Lyricist Javed Akhtar
anwesend, der die Texte für die Lieder
"KANK
"
geschrieben hat.
Laut der Rapid Eye Veranstaltung, wird der
Film
KANK ab dem 26.Oktober offiziell
in den deutschen Kinos
gezeigt. Nach seinem besondern Auftritt in der Jury bei der Miss Wahl 2007 in Warschau,
einem kurzem Aufenthalt in London und Mumbai, kam Karan Johar nach
Deutschland, um KANK persönlich - erst am 06.10. auf dem Hamburger Filmfestival,
und am 07.10.2006 auf der Buchmesse in Frankfurt a. M. vorzustellen. Vor
der Freigabe in Frankfurt gab KJ am 07.10.2006 eine Presse Konferenz die in
der Zeit von 14:00 bis 15:00 Uhr stattfand.
Für die Begeisterten Teilnehmer in Deutschland waren das ZDF, ich selbst und
andere Journalisten und freie Mitarbeiter der Presse zugegen:
Hier dass ausführliche Interview :
"Was macht den weltweiten Erfolg des Indischen Kinos Ihrer Meinung nach aus?
Karan Johar: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es mich freut hier zu sein.
Ich wurde schon oft gefragt, warum Bollywood auf dem europäischen Markt so gut
ankommt. Bollywood Filme sind wie Achterbahnen: Sie heben dich hoch und ziehen
dich runter, du bist während des gesamten Films in Bewegung. Die Filme zwingen
einen zum Weinen aber auch zum Lieben. Es ist, als wäre man auf einer Reise, bei
welcher man sämtliche Gefühle durchlebt. Danach kommt man zufrieden aus dem Film
raus. Ich glaube, diese Zufriedenheit ist auch das, was das europäische Publikum
oder das internationale Publikum wollen. Bollywood Filme stellen einen von innen
heraus zufrieden. Und das ist der Erfolg unserer Filme.
Die meisten Ihrer Filme spielen irgendwo außerhalb Indiens in England oder den
USA oder Kanada. Habe Sie vor, in einem ihrer nächsten Filme wieder zurück nach
Indien zu kehren?
Karan Johar:
Ich denke nicht über die Geografie nach, wenn ich einen Film
schreibe. Meine Charaktere kommen von egal woher, haben aber ihre Wurzeln. Das
versuche ich immer herauszuarbeiten. Aber natürlich drehe ich gern einen Film,
der komplett in Indien gedreht wird, wie es bereits bei „Kuch Kuch Hota Hai“ der
Fall war.
Lassen Sie uns über KANK reden:
Für die meisten Inder ist das Thema des Films
sehr ungewöhnlich; die beiden verheirateten Partner, die sich in ineinander
verlieben und dafür mit ihrer Ehe Schluss machen. Normalerweise bleiben Paare in
Indien doch trotzdem zusammen. Der Film ist nun auch im Westen in den Kinos. Was
soll er dem westlichen Publikum vermitteln?
Karan Johar:
In Indien läuft es genauso, wie überall auf der Welt. Natürlich
waren viele Leute in Indien über meinen Film geschockt. Ich versuchte durch den
Film die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen, über den wichtigen Schritt in die
Ehe. Man kann aus verschiedensten Gründen heiraten: sei es aus finanziellen oder
sozialen Gründen. Aber meiner Meinung nach gibt es nur einen wirklichen Grund,
zu heiraten, und zwar, wenn man fühlt, den Partner seines Lebens gefunden zu
haben. Nur einzig und allein aus Liebe. Alles andere wäre ein Kompromiss, der sich
irgendwann bemerkbar macht und oft zum Scheitern vieler Beziehungen führt.
„KANK“ zeigt den Leuten das, was wirklich im Leben passiert, worüber man jedoch
nicht öffentlich redet. Das war auch der Grund, warum die Leute schockiert
waren. Und dies ist erst der erste Film, eine Menge weiterer dieser Art werden
folgen und versuchen, Barrieren zu brechen.
Viele andere indische Regisseure bedienen sich großartiger Romanvorlagen für
ihren Film. Planen Sie auch einen Film, der auf einen Roman basiert, gibt es
doch hier auf der Buchmesse eine Menge großartiger Romane?!
Karan Johar: "Klar, das würde ich schon gern machen, das Filmskript von einem
Roman zu schreiben. Und das wäre auch eine echte Herausforderung für mich, Filme
wie „Namesake“ von Mira Nair zu drehen: Ich las das Buch und sah jetzt auch den
Film und muss sagen ‚ Oh mein Gott, der Film ist so schön."
Warum ist es für Mädchen und Jungs außerhalb Indiens so schwer, zu einem Casting
für einen Bollywood-Film eingeladen zu werden?
Karan Johar: "In erster Linie musst du in Mumbai leben, um dort auch beim Film zu
arbeiten. Arbeite als Modell oder so was in der Art. Wenn du gut bist, wird man
dich wahrnehmen und vielleicht auch in die Filmwelt führen."
Hat sich für Sie etwas geändert, seit hier in Deutschland der Bollywood-Boom
begann, als „Kabhi Kushi Kabhi Gham“ gezeigt wurde?
Karan Johar: "Ja, darüber war ich informiert. Ich glaube, das war vor drei
Jahren? Die Anzahl der E-Mails meiner Homepage sind gestiegen. Wir bekommen nun
täglich über hundert Mails. Es macht uns jedenfalls sehr stolz, dass auch
Nicht-Asiaten unsere Filme ebenso lieben, wie wir. Das ist ein großartiges
Gefühl."
In Deutschland haben wir das Problem, dass die meisten Filme erst viel später
bei uns veröffentlicht werden, als woanders.
Karan Johar: "Das ist die Entscheidung des jeweiligen Vertriebs. Wir releasen
unsere Filme überall in der Welt gleichzeitig. Es kann aber sein, dass das Datum
aus irgendwelchen Gründen nicht zu dem Land passen, weil vielleicht die Leute zu
dieser Zeit, zu welcher der weltweite Start ist, im Urlaub sind. Aber in
Deutschland kommt ja „KANK“ ab dem 26. Oktober."
Warum haben die Darsteller in Ihren Filmen so selten irgendwelche Haustiere wie
Hunde oder Katzen? Sie könnten doch einen Film über Pferde machen! Warum machen
Sie das nicht? Ist es kein Teil Ihrer Kultur?
Karan Johar: "Wir leben in so großen Familien, mit Großeltern und so. Wir haben
also schon so genug zu tun. Außerdem würde es eher schwierig, ein Pferd in der
Wohnung zu halten, Hunde und Katzen haben wir jedoch. Allerdings ist es
schwierig, mit Tieren zu arbeiten, ohne gleich eine Anzeige zu bekommen. Aber
jeder ist sensibel bezüglich Tieren, nur ist es bei uns so, dass wir halt mehr
Kinder als Tiere zu Hause haben."
An welchen neuen Projekten arbeiten Sie gerade und was ist mit Ihrer Show
„Koffee with Karan“?
Wird es davon eine DVD geben?
Karan Johar: "Ja, „Koffee with Karan“ wird im November oder Dezember auf DVD
erhältlich sein. Der Fernsehsender wird noch über das Erscheinungsdatum
entscheiden. Was ich noch sagen kann ist, dass ab Dezember die zweite Staffel
der Show beginnt. Über neue Projekte werde ich mir erst Gedanken machen, wenn
ich wieder zu Hause bin. Vielleicht werde ich ja einen Roman verfilmen."
Wann werden Sie ihren ersten Film in Deutschland drehen?
Karan Johar: "Das hängt wirklich von der Geschichte ab, die der Film erzählen
soll. Wenn ich nach Deutschland komme, sollte auch der Film in Deutschland
spielen. Wenn es also eine gute Story gibt und man sie auch in anderen Ländern
drehen kann, werde ich es machen. Da bestünde also schon eine Möglichkeit."
Sie sind noch so jung und haben schon soviel erreicht. Wenn Sie 30 Jahre in die
Zukunft blicken, wo sehen Sie sich, wo möchten Sie sein?
Karan Johar: "Danke, dass Sie mich noch jung finden. Nun, ich bete, dass ich dann
noch immer Filme machen werde, dass ich noch immer Geschichten erzählen werde
und die Leute noch immer emotional berühre. Das ist alles was ich mache und
alles was ich kann. Es ist die einzige Leidenschaft, die ich habe. Das einzige
worüber ich immer nachdenke ist Filme zu machen und Geschichten zu erzählen.
Wenn ich keine Filme drehe, fühle ich mich nicht wohl und eingeengt und dieses
Gefühl mag ich nicht. Wenn Sie mich also fragen, wo ich mich in 30 Jahren sehe, was mein
Traum wäre, dann ist es weiterhin Filme zu machen." (So wie sein Vater es
tat).
Schaut man sich die Entwicklung Ihrer Karriere an, vom ersten Film „Kuch Kuch
Hota Hai“ bis jetzt, stellt sich die Frage, wie weit Sie noch gehen wollen.
Vielleicht wären Sie eines Tages der erste Bollywood Regisseur, der ein völlig
neues Film-Genre etabliert?
Karan Johar: "Nein, ich mache keine Sachen nur
der Sache wegen. „KANK“ drehte ich
auch nicht mit der Absicht, etwas völlig Neues zu machen. Ich glaube an diesen
Film und an die Geschichte, die ich versucht habe zu erzählen. Ich möchte nicht
als wagemutig bezeichnet werden dafür dass ich der Gleiche bleibe. Ich mache
Filme und immer Filme über Beziehungen. Daher werde ich immer Filme machen, an
die ich glaube. Und das wird immer davon abhängen, welche Absicht ich mit dem
Film habe."
Es ist offensichtlich, dass Sie es bevorzugen, immer mit den gleichen
Schauspielern und der gleichen Crew zusammenzuarbeiten. So scheint es, als seien
Sie alle eine große Familie. Liegt das an Ihnen persönlich oder ist dies
generell so in der indischen Filmindustrie?
Karan Johar:
"Die Filmindustrie ist wie eine
große Familie. Abhishek und ich kennen uns seit unserer Kindheit. Amitabh Bachchan ist wie ein Vater zu mir und
ich wuchs mit der Yash Chopra Familie auf. So ist es, wie eine einzige große
Familie. Es gibt Bereiche innerhalb dieser Familie, in welchen Konkurrenz oder
Eifersucht herrscht, aber wir stehen uns alle sehr nahe. Wir machen Filme über
Familien mit dieser Familie. Ich arbeite seit über zehn Jahren mit den gleichen
Leuten zusammen und es gefällt mir. Warum sollte ich denn etwas ändern, das
funktioniert?"
Sie sind Kostümbildner, Schauspieler, Regisseur, Skript-Schreiber, Produzent und
haben Ihre eigene Show. Glauben Sie, dass Sie typisch für die Filmindustrie
sind?
Karan Johar: "Nein, ich denke nicht. Es würde sich auch niemand wundern, wenn ich
als 100-Meter Läufer bei den Olympischen spielen antrete. Als ich noch jung war,
hatte ich viele Vorstellungen darüber, was ich alles machen wollte: mal
Journalist, mal Filmkritiker oder Skript-Schreiber. Dann kam meine Mutter, die
scheinbar blind ist, zu mir und meinte: "Du bist so hübsch und du siehst so gut
aus. Du solltest Schauspieler werden." Das war der Punkt an dem ich wusste, dass
alle Mütter blind sind… Aber mir gefällt es, hinter der Kamera zu stehen und ich
bin glücklich darüber, dass ich die Möglichkeit habe über diese Plattform all
das zu tun, wovon ich schon immer geträumt habe. Ich liebe es, meine Talkshow zu
moderieren und bin absolut leidenschaftlich Regisseur. Schauspielern kann ich
nicht so gut, tut mir leid. Von daher denke ich auch nicht daran. Aber ich bin
glücklich mit all dem, was ich mache und genieße mein Leben. Das Leben ist so
schön."
Warum dauerte es vier Jahre, bis Sie einen neuen Film produziert haben?
Karan Johar: "Ich habe viele Filme produziert. Jedoch arbeite ich erst jetzt wieder als Regisseur nach so langer Zeit. Nach „Kabhi Kushi Kabhi Gham“
dauerte es eine Zeit, bis ich das ganze Geschäft eines Produzenten verstanden
habe, alle Prozesse und die ganze Organisation. Darum kümmerte sich früher immer
mein Vater, bis zu seinem Tod vor zwei Jahren (der Vater starb während der
Dreharbeiten für den Film "Kal Ho Na Ho" in London). So brauchte ich also
Zeit, alles zu verstehen und zu erlernen." (und natürlich um den Tod seines
Vaters zu verarbeiten)
In „KANK“ arbeiteten Sie mit fünf der größten Stars Bollywoods zusammen. War es
schwierig? Man könnte sich vorstellen, dass große Stars auch große Wünsche
haben?
Karan Johar: "Also, ich muss sagen, je größer die Stars, desto geringer sind auch
die Probleme. Sie sind die wundervollsten Menschen, mit denen ich je gearbeitet
habe und es ist wirklich leicht, mit Ihnen umzugehen. Ich habe ein sehr gutes
Verhältnis zu jeden von ihnen, da sie alle zu meiner Familie gehören. Ich fühlte
mich mit ihnen immer wie bei einem Picknick und hatte auch während der
Arbeit keine Probleme mit ihnen."
Zum Abschluss versprach Karan dass er seinen Nächsten Film wieder mit
Kajol, Shah Rukh und sich selbst drehen würde, was in Naher Zukunft sein wird -
so hoffen wir alle. Und dass er bei seinem Nächsten Besuch Shah Rukh Khan mitbringen wird. Meine
Video Aufzeichnungen sind leider nicht so gut geworden sonst hätte ich sie euch hier hineingesetzt.
10 - 10 - 2006 R.I.S.
Index-Bharat
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